| 1336 | Erster geschworener Brief vom 16. Juli mit Zunftversammlung. Rudolf Brun erster Bürgermeister der Stadt Zürich. Erster Zunftmeister der Zunft zum Widder: Eberhardt Ehrishaupt. |
| 1350 | Nach der Sage verteidigten die Metzger die Brun'sche Zunftverfassung in der Mordnacht vom 23. Februar durch ihr entscheidendes Eingreifen. Als Dank erhielten sie vom Zürcher Rat den "Isengrind" geschenkt, einen Halblöwen auf einer Stange, als Ausdruck des bewiesenen Mutes, sowie das Recht zugesprochen, jeweils am Aschermittwoch auf den Lindenhof zu ziehen (siehe St.Petersfahrt) und dabei nebst Isengrind und Banner einen Bären mitzuführen, Sinnbild "des an der Kette gefangenen Feindes". Ausserdem durften sie als Schildfarbe ihres Banners das Weiss und Blau der Stadtfarben verwenden. |
| 1351 | Eintritt Zürichs in den Bund der Eidgenossen. |
| 1401 | 24. Februar. Erwerb des ansehnlichen Hauses am Rennweg gennant «Zu dem Widder», vom Zünfter Johann Oehem, das von nun an «Der Metzger Zunfthaus zu dem Widder» heisst. |
| 1429 | 29. September. Die Familie Rahn wird in das Bürgerrecht der Stadt Zürich aufgenommen. |
| 1517 | Die Familie Hess wird in das Bürgerrecht der Stadt Zürich aufgenommen. |
| 1522-1525 | Zürich wird unter Huldrych Zwingli durch Ratsbeschluss reformiert. |
| 1533 | Umbau des Zunfthauses zum Widder unter den Zunftmeistern Hans Blass und Hans Holzhalb. |
| 1547 | Rudolf Rahn-Ammann, Metzger, tritt in die Zunft zum Widder ein, wird 1552 Zwölfer, 1561 Zunftmeister und 1566 Landvogt zu Eglisau. Mit ihm tritt das erste Mitglied der Familie Rahn in die Zunft zum Widder ein, die ihr in direkter Stammfolge bis zum heutigen Tag schon der dreizehnten Generation angehört. |
| |      |
| 1590 | Die Zunft zum Widder erwirbt die goldene Trinkschale «Die verkehrte Welt», ein Werk von Abraham Gessner in Zürich, das bis zum heutigen Tage ihr Eigentum geblieben ist. |
| 1601 | Heinrich Bräm, Zunftmeister der Zunft zum Widder 1588, wird Bürgermeister von Zürich. |
| 1607 | Hans Rudolf Rahn, geb. 1560, Zwölfer der Zunft zum Widder, wird als Nachfolger Heinrich Bräms Bürgermeister von Zürich. |
| 1627 | Heinrich Bräm II, seit 1612 Zunftmeister der Zunft zum Widder, wird Bürgermeister von Zürich. |
| 1644 | Hans Rudolf Rahn, geb. 1594, 1634 Zunftmeister der Zunft zum Widder, wird Bürgermeister von Zürich. |
| 1655 | Hans Heinrich Rahn, geb. 1593, des vorigen Bruder, 1628 Zunftmeister der Zunft zum Widder, wird Bürgermeister von Zürich. |
| 1678 | «Der Metzger Zunfthaus zu dem Widder» erhält einen geräumigen Saal. |
| 1700 | Die Zunft zum Widder gelangt in das Eigentum von sechs vergoldeten Zunftbechern, hergestellt von Goldschmied Faesy in Zürich. Diese Becher sind heute noch im Besitz der Zunft. |
| 1725 | Hans Caspar Hess wird Zunftmeister der Zunft zum Widder. |
| 1729 | Hans Conrad Hess wird Zunftmeister der Zunft zum Widder. |
| 1756 | Renovation des Zunfthauses zum Widder unter Einbezug des anstossenden Hauses an der Widdergasse. |
| 1764 | Hans Heinrich Steinfels wird Zunftmeister der Zunft zum Widder. |
| 1798 | Übergreifen der Französischen Revolution auf die Schweiz. Zusammenbruch der Alten Eidgenossenschaft. Ende der Zürcher Zunftverfassung. Letzte Bürgermeister sind Hans Heinrich Kilchsperger, Zünfter zum Widder, und David von Wyss, Zünfter zur Schuhmachern. |
| 1802 | Verteilung des Erlöses von 10 000 Gulden, resultierend aus dem Verkauf des Zunfthauses an die Munizipalität, an die Zünfter nach einem bestimmten Schlüssel. |
| 1803 | Weiterbestand der Zünfte zur Regelung der Verhältnisse der Handwerker und für die Wahl des Grossen Rates. Sie bleiben im übrigen als Gesellschaften bestehen. |
| 1829 | Der Mordnachtbecher, angefertigt von Goldschmied Waser und graviet von Ed. Rahn, Kupferstecher, wird Eigentum der Zunft zum Widder. |
| 1837 | Johann Jakob Hess, Zünfter zum Widder und später deren Zunftmeister, wird vom Grossen Rat zusammen mit Melchior Hirzel zum Bürgermeister gewählt. |
| 1862 | Der legendäre Widder-Zünfter Heinrich Cramer organisiert den ersten Kinderumzug am Sechseläuten. Höhepunkt war jeweils die Verbrennung des "Bööggs", den die Kinder auf einem Wagen mitführten. Dieser Brauch wurde später ins Sechseläuten integriert. |
| 1867 | Ab 1867 durften auch die Mädchen am Kinderumzug teilnehmen. |
| 1893 | Der Feier anlässlich der Stadtvereinigung bleibt die Zunft zum Widder aus Protest fern; sie feiert dafür ihr erstes Hammelessen im Drahtschmidli. |
| 1894 | Das Jodlersextett des Turnvereins Alte Sektion ist erstmals Gast der Zunft und bereichert seither die grossen Zunftanlässe mit Gesang. |
| 1921 | Die Zunft zum Widder feiert zum erstenmal das Sechseläuten in ihrem neuen Zunftsaal im Hotel «Carlton-Elite». |
| 1936 | Sechshundertjahrfeier der Zünfte Zürichs. Einführung des Bockwürstli-Essens im Anschluss an die Rechnungsabnahme. |
| 1946 | Ein Verzeichnis aller Zunftmeister der Zunft zum Widder von 1336 bis 1767 wird in den in der Zentralbibliothek deponierten Zunftakten aufgefunden. |
| 1947 | Am Martinimahl feiert die Zunft zum Widder die 400jährige Zugehörigkeit der Familie Rahn zur Zunft. |
| 1951 | 600-Jahr-Feier zum Eintritt Zürichs in den Bund der Eidgenossen. Delegationen der Metzgerzünfte von Basel, Bern und Schaffhausen sowie der Master und der Clerk der Worshipful Company of Butchers of London und ein Regierungsrat des Kantons St. Gallen sind an dieser Feier Gäste der Zunft. |
| 1959 | Am 9. Februar Wiederaufnahme des alten Brauches des Zuges zum St. Peter. |
| 1995 | Nach der St. Petersfahrt vom 30. Januar bezieht die Zunft zum Widder den neuen Zunftsaal im Hotel Widder. |