Sechseläuten
Sechseläuten 2026
Sechseläuten 2025 Mittag
Sechseläuten 2026 – Apéro & Mittagessen
Zürich, Münzplatz & Widder-Saal, 20. April 2026
Um 10.15 Uhr ging’s los – bei kühlender Luft und kühlem Bier oder Weisswein genossen wir den Widder-Apéro der uns von unserem Mitzünfter Marco Baur zu seinem 65. Geburtstag gespendet wurde – sozusagen mit seiner ersten AHV!
Die Stimmung war aufgeräumt und fröhlich und es haben Zünfter, Gesellen, Kandidaten und Gäste gemeinsam «uf es schöns Sächsilüüte!» angestossen.
Tobias Zwyer war trotz einer Wanderverletzung vor Ort und zauberte mit dem besten Zunftspiel überhaupt (wer hat es gefunden? Die Zunft zum Widder!) für Zünfter, Gesellen und (Zaun)Gäste wunderbarsten Musikgenuss – grazie Mille!
Unser Zunftmeister Lucius Blattner begrüsste auf dem Münzplatz unsere Ehrengäste Herrn Marcus Caduff, Frau Beatrice Egli und Frau Annina Campell ganz herzlich zum Widder zum Apéro.
Allerzoiftigsten Dank unseren lieben Mitzünftern, welche ebenfalls grosszügig gespendet haben und damit zum Gelingen des Sechseläutens beigetragen haben:
- Patrick Sulser spendete das Bier am Sechseläutenplatz;
- Marco Baur spendete die mini-Cervelats beim Umzug;
- Hans und Wädi Surber spenden – wie jedes Jahr – Widderwurst-Lyoner für das Küchen- und Hotelpersonal des Hotels Widder.
Ein grosses Dankeschön allen unseren Spendern!
Getreu unserer Tradition ist sodann die Vorsteherschaft mit den Ehrengästen zu den Klängen des Sechseläuten-Marsches im Widder-Saal unter Applaus der Anwesenden einmarschiert. Unser Zunftmeister Lucius Blattner begrüsste sodann Zünfter, Gesellen und Gäste auf’s Herzlichste, wie auch unseren Gastkanton Graubünden.
«Was die Bündner dieses Jahr für’s Sechseläuten auf die Beine gestellt haben, ist wirklich fantastisch», so Lucius. «So zum Beispiel der Besuch unseres Böögs am Engadiner Skimarathon, die coolen Werbefilme sowie das Zürcher Tram im roten Look der Rhätischen Bahn – einfach einzigartig», schwärmte unser Zunftmeister.
Lucius hat übrigens herausgefunden, dass die Banner vom Kanton Graubünden und der Widder-Zunft Gemeinsamkeiten haben: «Der aufrechtstehende Steinbock im Banner von Graubünden führt eine in Rot gehaltene ‘Mannheit’ – wie die Heraldiker sagen». Und Lucius führt weiter aus: «Die Mannheit beim aufrechtstehenden Widder ist in Gold gehalten, wobei ich das angesichts der Damen im Saal nicht weiter ausführen möchte; nur so viel sei gesagt: Gold wird in der Regel nur für aussergewöhnliche sportliche Leistungen verliehen!», hielt unser Zunftmeister mit historisch-sachlich-klarem Blick fest.
Echt Patgific.
Marcus Caduff ist Präsident des OK für den Gastkanton Graubünden und heute bei uns auf dem Widder Ehrengast. Das Motto des Gastkantons – Echt Patgific – ist ein für uns Zürcher passendes Motto und bedeutet im Rätoromanischen ‘eine Mischung aus Gelassenheit und Genuss!’. «Davon können wir aufgescheuchten und herumrennenden Zürcher doch noch etwas lernen – und genau DAS werden wir heute an diesem schönen Frühlingsfest auch tun!! Bainvegni – herzlich Willkommen!» beschloss unser Zunftmeister seine Begrüssungsrede.
Lucius hiess sodann unsere Ehrengäste herzlich willkommen:
- Marcus Caduff, Regierungsrat des Kantons Graubünden; ein waschechter Bündner (aus der Surselva)
- Beatrice Egli, Schlagersängerin & Moderatorin; zwar keine Bündnerin, aber dafür eine waschechte Metzgerstochter (aus Pfäffikon/SZ)
- Annina Campell, Moderatorin & Verwaltungsrätin der St. Moritz Tourismus AG; eine waschechte Bündnerin (aus dem Engadin)
Als Gast der Zunft begrüsste unser Zunftmeister Tanya Giovanoli, die an unserer diesjährigen Metzgete ihre einmaligen Würste vorgestellt hat und in unsere Zunftgeschichte als der Ehrengast mit der in jeder Hinsicht absolut kürzesten Rede eingegangen ist (Anmerkung 1 Protokollführer: Lucius ist immer noch baff ! / Anmerkung 2: was aber nicht heisst, dass die Rede nicht gut war … ).
Sodann ehrte Lucius das beste Nachwuchstalent der Metzger-Lehrlinge im Kanton Zürich:
- Blanca Keller, mit der sagenhaften Note 5.6, Metzgerei Niedermann in Uhwiesen
(Übrigens: Letztes Jahr gehörte Leonie Werner ebenfalls zu den Besten Metzger-Lehrlingen und hat ihre Lehre auch bei der Metzgerei Niedermann in Uhwiesen absolviert).
Und schliesslich begrüsste unser Zunftmeister die Zunftsenioren über 80 auf’s Herzlichste:
|
Zünfter |
Alter |
Zunftzuge-hörigkeit |
|
Wilfried Keller |
90 |
47 |
|
Jakob Bär |
88 |
64 |
|
Kurt Stucki |
87 |
41 |
|
David Hess |
85 |
52 |
|
Peter Fischer |
84 |
60 |
|
Walter Surber |
84 |
59 |
|
Walter König |
84 |
50 |
|
Emanuel Hess |
83 |
52 |
|
Karl Niedermann |
83 |
52 |
|
Werner Gutknecht |
83 |
51 |
|
Werner Gantenbein |
83 |
42 |
|
Beat Rupf |
83 |
34 |
|
Ulrich Rütsch |
82 |
41 |
|
Hermann Mörter |
82 |
29 |
|
Balz Horber |
80 |
29 |
Sodann hat unser Stubi, Jürg Stucki, unsere 27 Gesellen & Gesellen-Anwärter, unsere 14 Interessenten & Zunftkandidaten sowie unsere 42 persönlichen Gäste herzlich willkommen geheissen, die von den Anwesenden mit grossem Applaus begrüsst wurden.
«Igl è temp per far in viva – Es ist Zeit, mal wieder anzustossen», erklärte danach auf Rätoromanisch unser Lucius und wünschte allen Anwesenden ‘en Guete’!
Mittagessen
- Zur Vorspeise ein bunter Frühlingssalat mit schmackhaften Grischuns;
- dazwischen eine exquisite Bouillon mit Knochenmark und Wurzelgemüse (immer ein Hit!);
- zum Hauptgang das unvergleichliche, einmalige und aussergewöhnliche Zürcher Geschnetzelte des Hotel Widder, vom Schweizer Kalb mit Rösti und – die Metzger und Max Buur mögen’s besonders – Nierli à part;
- zum Abschluss ein ‘Heidimousse’ – keiner konnte sich darunter etwas vorstellen… Es war ein köstliches Mousse von Alpenmilch und von Honig aus den Terreni alla Maggia, mit marinierten Erdbeeren und Rhabarber, ergänzt mit einem super-feinen Heuglacé – echt deliziös!;
- Dazu unsere Zunftweine «Züribieter Cuvée Weiss» und «Compleo Cuvée Noire».
Mit seiner diesjährigen Zunftmeister-Rede positionierte Lucius ein Thema, das für ihn zwar aktuell, aber auch schwierig und anspruchsvoll sei: «Wir leben in schwierigen Zeiten, weil sich alles aufzulösen scheint. Was lange Zeit als stabil und verlässlich galt, wir über Nacht verändert, aufgehoben oder einfach ignoriert», so Lucius. Dabei stellte er aus seiner persönlichen Sicht folgende Themen in den Fokus:
- Die USA könnten heute nicht mehr als Nation gesehen werden, welche die gleichen Werte wie wir hier in der Schweiz leben. «Das amerikanische Staatsoberhaupt kümmern augenscheinlich weder demokratische, noch völkerrechtliche Regeln und Grundsätze», sagte Lucius.
- Wie als damals Russland in der Ukraine einmarschiert sei, so hätten sich offensichtlich auch die USA und Israel dazu entschlossen, ohne konkrete Bedrohung den Iran anzugreifen und gegen dieses Land – nach eigenem Bekunden – Krieg zu führen.
- «Aber das humanitäre Kriegsvölkerrecht verlangt, dass nur militärische Ziele kriegerisch angegriffen werden dürfen und dies auch nur dann, wenn eine konkrete Bedrohung vorliegt», hielt Lucius fest.
- Für Völkerrechtsverletzungen ist der internationale Strafgerichtshof in den Haag zuständig. Wohl nicht zufällig anerkennen Staaten wie die USA, Russland, Israel, China, Indien, Pakistan und die Türkei diesen Strafgerichtshof nicht an, was bedeute, dass diese Staaten sich letztlich weigern, für allfällige Verletzungen des Kriegsvölkerrechts die Verantwortung zu übernehmen.
- Dies alles führt unseren Zunftmeister zu folgenden 3 Erkenntnissen:
- Wir können uns in der Schweiz nicht mehr darauf verlassen, dass andere Staaten unsere Werte und unser Handeln mittragen;
- Bündnisse halten nur so lange, wie jedes Mitglied der Ansicht ist, dass es davon profitiert;
- Wir müssen unsere Neutralität mit dem Ziel der Glaubwürdigkeit und der Zuverlässigkeit klar und deutlich leben.
- Unsere Neutralität beinhalte die Chance, Position zu beziehen, Werte zu erhalten, aber auch deren Verletzung zu rügen. «Wenn wir an unseren Werten festhalten, können wir auch als kleiner Staat unseren Platz in der Welt behaupten. Setzen wir darum unsere Stärken wie Zuverlässigkeit und Glaubwürdigkeit noch stärker ein. Damit sind wir immer gut gefahren – und werden es auch in Zukunft tun können», beschloss Lucius seine Zunftmeisterrede.
Sodann begrüsste und ehrte Lucius die Kinderdelegationen, welche den neuen Zunftmeistern die Grussbotschaft vom unserem Widder-Zunftmeister überbrachten:
Matteo und Olivia Bühler (Kids von Giselda & Thomas Bühler) überbrachten die herzlichsten Widder-Grüsse an Carl A. Ziegler von der Stadtzunft.
Thierry Greb und Liz Schönenberger (Kids von Céline & Christian Greb sowie von Anne Stücker & Sandro Schönenberger) überbrachten die besten Wünsche vom Widder an Thomas Landolt von der Zunft Fluntern.
Jorin, Lias & Lilly Bangerter (Kids von Cornelia & Adrian Bangerter) brachten sodann die Widder-Glückwünsche zu Markus Notter von der Zunft zur Letzi.
Nach der Landeshymne und dem Umgang unserer herzigen Kindergruppe (zusammen mit dem Bär) zum Berner Marsch stellte unser Zunftmeister die Ehrengäste vor:
Marcus Caduff, Bürger von Lumnezia (Surselva), Jahrgang 1973, verheiratet und Vater zweier Töchter, Vorsteher des Volkswirtschaftsdepartements, Mitte Partei. «In dieser Partei ist Marcus nur deshalb, weil sie damals in der Surselva die einzige Partei war!», meinte Lucius augenzwinkernd.
Aber es sei ja als Regierungsrat im Kanton Graubünden auch nicht mehr so lustig wie früher, sagte Lucius, weil mit der Volksinitiative ‘Schluss mit goldenen Fallschirmen für Regierungsräte’ auch für Marcus sein Ruhegehalt gestrichen worden sei; darum schenkte unser Zunftmeister ihm eine goldene Widder-Lyonerwurst!
Marcus replizierte: «Zürich ist schon schön – wenn man nichts anderes kennt!» Graubünden und Zürich vereint bis heute das gemeinsame Trauma Napoleon: den Bündnern hat er das Veltlin genommen und den Zürcher Zünften die Macht und Preisabsprachen», führte er historisch-konzis aus.
Man höre immer wieder, die Zürcher lieben die Bündner, aber diese Liebe sei nicht gegenseitig. «Das stimmt nun wirklich nicht und ich bin der beste Beweis dafür», hielt Marcus klar und deutlich fest, «denn ich habe eine Zürcherin geheiratet! Und auf regierungsrätlicher Ebene gibt es ja in Zürich ein Pendant zu mir, nämlich Mario Fehr: er hat eine Bündnerin zur Seite und mit uns beiden ist somit der Beweis erbracht, dass sich BündnerInnen und ZürcherInnen gegenseitig lieben»!
«Wir Bündner haben durchaus Mitgefühl mit den Bürgerlichen in Zürich. Ich kann Euch zusichern, dass wir als Regierung des Kantons Graubünden die bestmögliche Unterstützung bieten wollen: Da der Churer Bischof in seiner Diözese auch für Zürich zuständig ist, könnten wir den ihn bitten, an den Stadtzürcher Parlaments- und Regierungssitzungen teilzunehmen, was er sicherlich mit Freude tun würde. Der Bischof könnte sodann nämlich sein klerikales Versprechen halten, wonach er immer dort seelsorgerisch tätig sein wolle, wo das Elend am grössten ist», führte Marcus einfühlsam aus.
Beatrice Egli wuchs in Pfäffikon/SZ als Metzgerstochter auf und weil sie die einzige Tochter der Familie Egli ist, war sie darum natürlich ‘Die Prinzessin’. «Ab 1424 war Pfäffikon Teil des zürcherischen Staatsverbands und gehörte somit der Stadt Zürich. Beatrice stammt somit eigentlich aus einem Zürcher Metzgergeschlecht», erklärte unser Zunftmeister.
«Beatrice ist heute zum zweiten Mal am Sechseläuten – sie war schon Ehrengast bei der Zunft zum Weggen und zwar beim zoiftigen Urgestein-Zunftmeister Christian Städeli – einem Weggefährten von Hans Waldmann», wie uns Lucius eindrücklich erklärte. «Beatrice wird heute allerdings nicht singen, sondern eine Rede halten. Und Christian Rahn, der am Sechseläuten 2023 nachhaltig traumatisiert wurde, kann ich darum versichern: Es wird dieses Jahr nicht wieder eine Polonaise geben!», sagte Lucius mit Augenzwinkern.
Beatrice brachte ihre Freude zum Ausdruck, dass heute nicht als Sängerin, sondern als Metzgerstochter Ehrengast auf dem Widder sein dürfe. «Ein paar Journalisten meinen ja immer noch, sie können mich mit ‘dMetzgerstochter’ ärgern. Aber das Gegenteil ist der Fall: mich erfüllt es jedes Mal mit Freude und Stolz, Tochter einer Metzgerfamilie zu sein!», erklärte unser Ehrengast mit sichtlich freudigem Lachen.
Es habe sie wirklich gefreut, dass heute die Landeshymne gespielt wurde, denn diese singe sie sehr gerne (Anmerkung Protokollführer, zum Reinhören, Beatrice singt den Schweizer Psalm an der EM 2025: https://www.blick.ch/people-tv/schweiz/da-bleibt-kein-auge-trocken-beatrice-egli-singt-die-schweizer-nationalhymne-id21015844.html
Der Metzger frage ja oft ‘dörfs es bitzeli meh sii’. In diesem Sinne plädiert unser Ehrengast für
- «es bitz meh Gmeinschaft;
- es bitz meh Mitenand;
- es bitz meh Toleranz und Reschpäkt;
- es bitz meh Kultur und Tradition;
- und villicht au es bitz meh vo genau dem Geischt, wo Ihr da bim Widder läbed!»
«Ich wünsche uns allen ein wunderschönes Sechseläuten mit vielen tollen Momenten, die unvergänglich bleiben sollen – und nochmals herzlichen Dank, dass ich dabei sein kann», beschliesst Beatrice ihre Rede.
Zum Abschluss im Reigen unserer Ehrengäste stellte Lucius Annina Campell vor: «Sie ist eine richtige Bündnerin – aus dem Engadin – mit einem Lächeln, das Gletscher zum Schmelzen bringt. Und sie fährt Ski wie eine Weltmeisterin; das ging sogar einmal so weit, dass Annina auf Skiern eine Bobbahn hinunterfuhr!»
«Man erzählt sich», fuhr unser Zunftmeister fort, «dass sich Annina nachts in den Bubentrakt des Gymi in Zuoz hineingeschlichen habe. Liebe Annina, gerne hören wir dazu später einige faule Ausreden oder zumindest hilflose Erklärungsversuche von Dir!» (Anmerkung Protokollführer: spannend wäre aber auch, zu erfahren, was dann im gymnasial-zuozischen Bubentrakt zur nächtlichen Stunde so alles passierte …).
Annina führte aus, dass sie sehr gerne in Zürich sei und hier ja auch über 20 Jahre gewohnt und gearbeitet habe. Als Engadinerin und VR der St. Moritz Tourismus AG habe es sie nun aber wieder nach Graubünden gezogen. «St. Moritz hat ja in seinem Signet die schöne Bündner Sonne. Und weil Euer Zunftmeister ja in gewissem Sinne der ‘Roi Soleil’ der Widder-Zunft ist, schenke ich Dir, lieber Lucius, diese wunderschöne, grosse St. Moritzer-Sonne!», sagte Annina lachend.
Weil die Mieten in Zürich so teuer geworden seien, wollte ihr Mann wegziehen. Aber er hatte Annina vorgeschlagen, in den Kanton Aargau (!) zu ziehen. Zum akklimatisieren habe dann ihr Mann schon mal weisse Socken bestellt. «Aargau kam für mich also schon grad gar nicht in Frage», machte Annina (auch ihrem Mann) klar, «und darum sind wir wieder ins Engadin gezogen.»
«Aber mein Mann hatte ja die weissen Socken schon bestellt und sie wurden bereits geliefert. Darum habe ich diese weissen Socken heute dabei und schenke jedem Anwesenden ein solches Paar», verkündete Annina freudig! «Ihr seid ja sicher immer wieder mal im Aargau und könnt diese Socken super gebrauchen; aber sie sind ja auch sonst praktisch – für Sport und Spiel. Und immerhin hat es auf diesen Socken ja das wunderschöne Logo und die Sonne von St. Moritz!» beschloss Annina ihre Rede.
Unser Zunftmeister verdankte die tollen Reden und Geschenke unserer Ehrengäste und übergab allen unseren wunderschönen und feinen Widder-Fleischkorb.
«Und nun geht’s los zum Sechseläuten-Umzug!», erklärte sodann unser Zugchef und Vorsteher Patrick Richter, «Besammlung draussen auf dem Rennweg – viel Spass!»
Marco Baur, Protokollführer
Sechseläuten 2026 Umzug
Sechseläuten 2026 – Der Umzug
Auch der Umzug war «Echt Patgific»: Wir starten auf Platz 15!
Nach dem feinen Mittagessen ging’s los. Die Zaungäste auf der Umzugsroute wie auch die teilnehmenden Zünfter, Gesellen & Gäste waren in Hochstimmung – es wurde gelacht, Blumen, Bussi sowie Mini-Cervelats verteilt und der Böögen-Kopf ‘verdätschte’ es nach 12 Minuten und 48 Sekunden …
Zürich, Bahnhofstrasse/Limmatquai/Sechseläutenplatz, 28. April 2025, 16.30 Uhr
Am Sächsilüüte – gar nöd fuul -
da isch’s am Umzug würkli cool!
De OK-Präsi M. Caduff,
de isch im Umzug gar nöd muff!
Er winkt und lächled super z’fride
«Patchifig isch’s, in Züri nide!
Und d’Beatrice isch voll im Saft;
sie juchzd und winkt mit voller Chraft
und tuet so ihri Fäns beglücke;
d’Bluemeschtrüss tüend sie verzücke!
D’Annina us em Engadin,
die wirkt am Umzug gar nöd chlin;
sie grüesst und winkt und seit: «i stuna!
Mis Motto heisst – Viva Grischuna!»
De Lucius mit roter Jagge,
de lächled über all’vier bagge!
«Es lohnt sich eifach ZM z’sii:
dänn hübschi Fraue häsch debii!
De Böög zieht langsam jetzt e Schnute;
verlürt de Grind nach zwölf Minute.*
Mir hoffed s’git en schöne Summer;
nöd rägemässig grau mit Schummer!
Doch letschtlich bliibts e Wundertüüte.
Das alles büütet s’Sächsilüüte!
* … und achtevierzg Sekunde!
Marco Baur, Protokollführer
Sechseläuten 2025 Auszug
Sechseläuten 2026 - Auszug
Auszug der Widder-Gladiatoren!
Nach einem wunderbaren Nachtessen machte sich die Zunft zum Widder bereit für den Auszug, der uns zuerst zur Zunft zur Waag, dann zur Zunft Hottingen und schliesslich zur Gesellschaft zur Constaffel führte.
Das Nachtessen war ausserordentlich fein:
- Zum Start gab es ein «Sächsilüüte-Plättli» mit hervorragenden Bündner Spezialitäten;
- Zum Hauptgang wurde eine geschmorte Kalbsschulter mit Pilzen, Speck und Petersilie gereicht, begleitet von feinen Spätzli und schmackhaften Gemüse;
- Zum Dessert – ganz im Zeichen unseres Gastkantons – gab es eine Bündner Nusstorte mit Quittensorbet – köstlich!
Zürich, Innenstadt & Widder-Saal, 20. April 2026, von 21.15 bis ca. 23.55 Uhr
Unsere Widder-Sprecher waren natürlich «es bitzli» nervös … :
- Daniel Alder, Sprecher bei der Zunft zur Waag
- Davy Hess, Sprecher bei der Zunft Fluntern
- Adrian Müller hielt seine zoiftige Rede bei der Gesellschaft zur Constaffel
Der Weg führte uns vom Münzplatz auf den Münsterhof, sodann hinauf zum Kunsthaus und schliesslich wieder «durab» ans Limmatquai zum Rüden von dort wieder an den Münzplatz. Alle drei Sprecher haben wirklich tolle und zoiftige Reden gehalten – fröhlich und bissig – herzliche Gratulation! Die beiden Zunftmeister sowie der Constaffelherr haben zwar gut repliziert, aber natürlich nicht annähernd auf dem Niveau unseres Zunftmeisters Lucius Blattner. Unsere Berichterstatter haben sodann prompt und zoiftig bei unserem ZM und seinen Stubenhockern jeweils berichtet: Dominique Scheuer für die Waag, Matthias Kilchsperger für Fluntern und Oliver Dalla Plama für Constaffel.
Auf unserer Stube wurden der Widder besucht von der Zunft zum Kämbel mit Sprecher Patrick Gaignat, Zunft zur Schneidern mit Sprecher Thomas F. Kordeuter und der Zunft St. Niklaus mit Sprecher Edgar Zehnder besucht. Alle Sprecher haben sich mehr als nur Mühe gegeben, zoiftig-tolle Reden gehalten und haben sodann – eindringlich – erfahren, was es heisst, eine zoiftige Replik von unserem Zunftmeister zu erhalten – Bravo, lieber Lucius – und «well done», liebe Sprecher.
Nach dem Auszug kam unser Widder-Harst mit Zünftern, Gesellen und Gästen wieder nach Hause und alle konnten um Mitternacht eine feine Bündner Gerstensuppe geniessen! Sodann schloss unser Zunftmeister Lucius Blattner das sehr gelungenen und wunderschöne Sechseläuten 2026. Er dankte allen, die an der Organisation des Anlasses mitgewirkt haben, insbesondere aber unserer hervorragenden Zunft-Musik sowie dem ganzen Team des Hotel Widder, welches einen top-Service gemacht sowie wunderbare Menus für uns zubereitet hat. «Herzliche Dank a alli!»
Marco Baur, Protokollführer